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Pfarrei St. Peter und Paul Aschaffenburg-Obernau
Jubiläumsjahr 2012

 Aus den Wurzeln unsere Zukunft

gestalten

2012

Pfarrei St. Peter und Paul Obernau feiert

Jubiläum

 

- 50 Jahre Einweihung der Pfarrkirche

- 300 Jahre Kapelle "Maria Frieden"

- 100 Jahre Bau des Pfarrhauses

- 220 Jahre Bau der Vorgänger-Kirche

 

Grund für uns alle, dankbar zu sein und uns von Herzen zu freuen.

Wir bauen auf dem Fundament unserer Vorfahren. Die Wurzeln unseres Glaubens liegen im Zeugnis jener, die damals gelebt und geglaubt haben. In der Überzeugung, dass dieser Weg zum Leben führt, können wir Zukunft bauen, indem wir heute  glaubend miteinander durch die Zeit schreiten. "Glauben verbindet", auch über Generationen hinweg.

So wünschen wir ein fruchtbringendes, frohes Jubiläumsjahr 2012.

 

Erhard Kroth, Pfarrer

Helmut Breitenbach, Pfarrgemeinderatsvorsitzender

Barbara Nebel, Kirchenpflegerin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachten 2011

Weihnachten 2011
   

 

 Stille Nacht, heilige Nacht!
  Alles schläft, einsam wacht.
  Nur das traute heilige Paar.
  Holder Knab im lockigen Haar:
  Schlafe in himmlischer Ruh!

  Stille Nacht, heilige Nacht!
  Gottes Sohn, o wie lacht
  lieb aus deinem göttlichen Mund,
  da uns schlägt die rettende Stund:
  Jesus in deiner Geburt!

  Stille Nacht, heilige Nacht!
  Die der Welt Heil gebracht.
  Aus des Himmels goldenen Höhn
  uns der Gnaden Fülle lässt sehn:
  Jesum in Menschengestalt!

Stille Nacht, heilige Nacht! Wo sich heut alle Macht

 väterlicher Liebe ergoss und als Bruder huldvoll erschloss:
Jesus die Völker der Welt!

Stille Nacht, heilige Nacht! Lange schon uns bedacht,
als der Herr vom Grimme befreit in der Väter urgrauer Zeit
aller Welt Schonung verhieß!

Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht;
Durch der Engel Halleluja tönt es laut bei ferne und nah:
 Jesus der Retter ist da! 

                                                                        Joseph Mohr 1818 (Urfassung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 4. ADVENT

                                                                                                       Werde Licht!
                                                                                                                                      Laß es hell werden
 
4.ADVENT
  trotz aller Finsternisse
    meiner Seele, damit ich
    leben kann im Glanz
    deines Lichtes!
 
    Lass es gut werden
    trotz aller Schrecken,
    die mich umfangen,
    damit ich gelassen
    werde und frei!
 
    Lass es warm werden
    trotz aller Kälte, die
    mir widerfährt,
    damit ich auftaue
    aus aller Starre!
 
    Lass es Weihnachten
    werden in den Herzen
    der Menschen, damit
    sie das Wunder erwarten
    und empfangen, das du
    wirkst und bist!
 
Wache und warte! -                          Abendlicher Adventsklalender 2011                          Paul Weismantel
 

 

 

 

 

 

 

 

3. ADVENT

Welch ein Trost!

Wie tröstlich wirken
3.ADVENT

die Bilder von der
ewigen Treue Gottes,
die dir entgegenkommt,
um dich zu beschützen.

Wie hoffnungsvoll
klingen die Worte aus
dem Munde von Engeln,
die auch heute frohe
Botschaften bringen.

Wie verheißungsvoll
stimmen die Träume
aus den Büchern der
Propheten die uns
tief zu Herzen gehen.

Wie gnadenreich leuchten
die adventlichen Boten
und Zeichen, die auch in
unseren Tagen da und dort
zu sehen sind.

Wache und warte! - Abendlicher Adventsklalender 2011
Paul Weismantel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. ADVENT


2. Advemt

 

   Hören und sehen,
   was mir neu verheißen,
   wozu Gott mich
   einlädt,
   was er mit mir vorhat.
   Hören und sehen,
   die Boten Gottes
   in den Büchern
   der Bibel,
   auf den Gassen
   des Alltags.
 
   Hören und sehen,
   der Botschaft neu
   trauen,
   mehr von Gott
   er-warten
   als von mir selbst.
    ....
Paul Weismantel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. ADVENT

 

 
1.Advent 2011

 

 

 

 

 

 

 November 2011

 
CHRISTUS VINCIT - CHRISTUS REGNAT
CHRISTUS VINCIT - CHRISTUS REGNAT

 

 

 

 

 

      Viele wenden ein: "Aber es ist noch keiner
      zurückgekommen, der darüber berichten könnte".

      Doch.

      Einer versteht etwas davon.

      Jesus Christus wurde von Gott auferweckt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Oktober 2011

 Herbsttage
Herbstlaub

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

                                               Rainer Maria Rilke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 September 2011

 

 In Christus miteinander unterwegs 

Pfarrereinführung

Wir müssen neue Wege suchen,

um unsere Botschaft zu verkünden!

Georg Kardinal Sterzinsky +2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

OSTERN 2011

 

EMMAUS

 

Osterwege

Osterwege
Emmaus 2011

entstehen im Gehen,
wachsen beim Fragen,
Zweifeln und Suchen.

Osterspuren
sind zu entdecken
im Gespräch
unterwegs
mit dem Fremden
und Freund.

Ostererfahrung
wird gesammelt
am Grab und am Tisch,
in der Bleibe am Weg,
auch bei verschlossener Tür.

Osterglauben
wird geschenkt
überall dort, wo die
Augen aufgehen und
die Herzen entbrennen.


                                         Paul Weismantel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

OSTERLIED
Ostern 2011

Osternacht,
Auerstehungsfeier,
Morgenfeuer,
Schöpfungsgabe,
wie das Wachs der Kerze,
das im Exultet erklingt.

Ostermorgen,
aufgehende Sonne
aus der Nacht des Todes,
der entbundene Tote,
die neue Geburtsstunde
hat geschlagen,
der Stein kam ins Rollen,
der Tod ist besiegt,
wir sind frei, für immer.

Osterbotschaft
ja ER lebt, ER ist
wahrhaft auferstanden
und hat den Tod besiegt,
für immer. Halleluja!

Paul Weismantel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FASTENZEIT 2011

ER.BARMEN

Kreuzes Hände

Seine Hände
Karfreitag2011

haben berührt
und geheilt
und gesegnet.
Sie haben
in den Sand geschrieben und
Tische umgestoßen,
haben Füße gewaschen
und Brot gebrochen.

Am Kreuz:
seine hände
durchbohrtes fleisch
Karfreitag2011

blutverschmiertes zerrbild
zuckende kraftlosigkeit

Für uns
handeln seine Hände
noch immer,
weisen die Richtung -
den Bruder, die Schwester -
und sprechen
von Hingabe und Füreinander.

Kreuzeshände
seine Hände
sind gute Hände.

                                      Stefan Voges

 

 

 

AUF.GEHEN

AUF
ins Leben
AUF
trau' dich heraus

GEH AUF
gehe auf wie die Sonne am morgen
GEH AUF
wie die Knospen im Frühling
GEH AUF
entfalte deien Kraft

AUFGEHEN
in Worten und Taten
AUFGEHEN
in Gerechtigkeit und Freiheit
AUFGEHEN
in Hinwendung und Liebe

                                              Anja Koring

 

 

Verändern - Fastenklender 2011

 

 

 

HIN.SCHAUEN

Menschen am Rande
inmitten von kriechendem Ungeziefer
inmitten von stinkendem Müll

Menschen am Rande
fern von medinzinischer Versorgung
fern von ausgewogener Ernährung

Menschen am Rande
mit würdigen Lebensperspektiven
mit berechtigten Hoffnungen

Menschen am Rande
unsere Schwestern
unsere Brüder
                                                 Gerlinde Lohmann

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ER.SEHNEN

Die Sonne scheint, der Himmel ist tiefblau, es weht ein
herrlicher Wind, und ich sehne mich so, sehne mich
nach allem ... Nach Reden, nach Freiheit, nach Freunden,
nach Alleinsein. Ich sehne mich so ... nach Weinen!
Ich habe ein Gefühl, als ob ich zerspringe, und ich weiß,
dass es mit Weinen besser würde. Ich kann es nicht.
Ich bin unruhig, laufe von einem Zimmer ins andere, atme
durch die Ritze eines geschlossenen Fensters, fühle
mein Herz klopfen, als ob es sagt: „Erfülle doch endlich
meine Sehnsucht.“ ich glaube, dass ich den Frühling in mir
fühle. Ich fühle das Frühlingserwachen, fühle es in meinem
Körper und in meiner Seele. Ich muss mich mit Gewalt
zusammennehmen, um mich normal zu verhalten. Ich bin
völlig durcheinander, ich weiß nicht, was zu lesen, was
zu schreiben, was zu tun ist, weiß nur, dass ich mich sehne ...

Anne Frank

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AUF.BRECHEN

Aufbrechen, obwohl es Grenzen gibt,
aufbrechen und Neuland entdecken,
Aufbrechen, obwohl die Wege noch unklar sind,
aufbrechen und Möglichkeiten suchen.
Aufbrechen, obwohl das Ziel noch in der Ferne liegt,
aufbrechen und das Ziel im Auge behalten.
Aufbrechen, obwohl nicht alle mitkommen,
aufbrechen, mit Menschen, die mitwollen.
Aufbrechen, auch wenn kaum Kraft dafür ist,
aufbrechen und vertrauen auf die neuen Perspektiven, die sich bieten werden.
Aufbrechen und vertrautes Terrain hinter sich lassen,
aufbrechen in eine neue Zukunft.


                                AUF.BRECHEN
                  und gewohnte Bahnen verlassen

                                                                                                                   ER.SEHNEN
                                                                                                         und gerechtes Miteinander erhoffen

       HIN.SCHAUEN
und verletzte Menschenwürde wahrnehmen


                                                                            VER.ÄNDERN
                                                                    und unmenschliche Lebensbedingungen verbessern


        AUF.GEHEN
und leiderfahrene Menschen stützen


                                                                                                                     ER.BARMEN
                                                                                                        und Gottes Barmherzigkeit vertrauen


                                           ER.KENNEN
                               und österliche Wege einschlagen

                                                                                                                                              MISEREOR
                                                                                                                                              Fastenkalender 2011

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DARSTELLUNG DES HERRN

 

 

Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit,
durchbricht die Nacht und erhellt die Zeit.
.Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.

Ein Licht weist den Weg, der zur Hoffnung führt,
erfüllt den Tag, daß es jeder spürt.
Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.

Ein Licht macht uns froh, wir sind nicht allein.
An jedem Ort wird es bei uns sein.
Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verläßt uns nicht.

Eckart Bücken 1986

 

 

 

 

WEIHNACHTEN 2010

 

Gespräch an der Krippe
Weihnachten 2010

 

Ja, du bist da
Christus Jesus,
Bruder und Kind,
einfach da,
herzensnah.

Ja, du bist da,
Christus Jesus,
Mensch und Freund,
wahrhaft da,
ganz hautnah.

Ja, du bist da,
Christus Jesus,
Retter und Diener,
wirklich da,
menschennah.

Ja, du bist da,
Christus Jesus,
Gott für uns,
einfach da,
lebensnah.

Paul Weismantel - Bereitet dem Herrn den Weg - Advent 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nikolaus

 

Herzensgute Menschen
sind gefragt, werden gesucht,
werden gerne eingeladen oder
besucht, weil von ihnen genau
das ausgeht, woran es dem
eigenen Herzen oft mangelt.
Herzlichfrohe Menschen
sind eine lebendige Wohltat,
weil sie ausstrahlen, was
Lebensmut weckt und
zur Hoffnung ansteckt.
Liebenswürdige Menschen
bringen so viel Licht und Farbe
ins Grau des Alltags, dass sie
erwünscht und willkommen
sind, weil sie Freude bereiten
und Glück verbreiten.

                                                                                                             Paul Weismantel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Urlaubswünsche

Ich wünsche dir im Urlaub und an jedem Tag deines Lebens
ein paar Sonnenstrahlen, die dein Herz erwärmen und alles in dir zum Blühen bringen,
die dich streicheln und liebkosen und dir die Schönheit und Kraft des Lichtes zeigen.

Ich wünsche dir an jedem Tag, auch wenn du es nicht hören magst,
ein paar Regentropfen, die sich vorwitzig auf deine Nase setzen
und dich so als Mensch erfahren lassen, dass sie eine tiefe Kraft in sich tragen,
und doch für vieles wichtig sind.

Ich wünsche dir an jedem Tag, selbst wenn du mir jetzt böse bist,
ein paar Wolken und Nebel, die dir manche Aussicht verhüllen und doch nichts zerstören,
die bildhaft zeigen, dass es unendlich mehr gibt, als du erfahren kannst
und dass hinter allem Dunkel die Sonne erstrahlt.

Ich wünsche dir auch ein wenig Wind,
keine Zugluft, sondern vielmehr einen Geist der Frische,
der dir Flügel verleiht und dich Neues wagen lässt,
der dich emporhebt und manches von oben zeigt,
der stickige Räume durchweht und eine Ahnung von Gottes Geist verströmt.

 

Wir, Ihr Pfarrer und sein Team,
wünschen allen Mitgliedern unserer Gemeinde
fröhliche, gesunde Urlaubstage und den Kindern erholsame Ferien.

 

 

 

 

 

MARIA FRIEDEN

Am Sonntag ist die Errichtung unserer Pfarreiengemeinschaft Maria Frieden und damit ein wichtiges Ereignis auch für unsere Pfarrgemeinde St. Peter u. Paul in Obernau. Die Chancen für eine Zusammenarbeit werden gelegt, und wie jede andere Pfarrei soll Obernau sich trotzdem seine Individualität beibehalten.
Bitten wir Gott im Gebet, dass er die Errichtung unserer Pfarreiengemeinschaft segnen möge damit wir Menschen wirklich zu einer Gemeinschaft von Christinnen und Christen zusammenfinden können.

Herr Jesus Christus,

Du bist uns nahe und begleitest uns auf unseren Wegen.

Wir bitten Dich für unsere Pfarreiengemeinschaft:

Lass sie zu einer lebendigen Gemeinschaft wachsen, die auf dein Wort hört, auf Dich vertraut und zuversichtlich den Weg des Glaubens in die Zukunft geht.

Hilf uns so zu leben, dass die Menschen Dich als unsere Mitte erkennen. Stärke unsere Seelsorger und Seelsorgerinnen und alle Mitarbeiter - egal ob hauptberuflich oder ehrenamtlich - durch die Kraft Deines Geistes.
Stärke die Paare und Familien, dass sie ihre Liebe leben können. Gib unseren jungen Menschen die Empfindsamkeit für Dich und Dein Wort.

Lass die Armen, die Kranken und die alten Menschen erfahren, dass sie nicht verlassen sind.

Hilf uns durch das Vorbild und die Fürsprache Mariens in unserer Pfarreiengemeinschaft Maria Frieden Dich in unseren Mitmenschen zu erkennen, die unserer Hilfe bedürfen und begleiten Sie auf allen Wegen mit Deiner Liebe und Deinem Segen.
Amen.

Maria Frieden
Es geht ein Licht von einem Menschen aus,
es strahlt ein Mensch viel Frieden aus,
es suchen Menschen Halt, Hilfe und Sinn,
es finden Menschen einen Ruheplatz am Weg
Maria
als Mensch unter Menschen geboren,
von Gott auserwählt zur Mutter seines Sohnes,
mit dem Sohn zugleich vertraut und gefordert,
in Leiden und Kreuz, beim Sterben und Trauern,
eine gestandene Frau aus göttlicher Kraft
Frieden
gestiftet, als Geschenk empfangen,
als Gabe Gottes ans Herz gelegt,
als Frucht des Geistes weitergegeben,
mitten im Alltag, in nächster Umgebung,
hautnah und weltweit.
P.W.

 

 

 

 

 

 

 

OSTERN 2010                            

Ostern 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

          FASTENZEIT 2010   

Fastenkalender 2010

 

                Einfach so

                Der Sinn dieses Wortes:

                ... kann vieles bedeuten
                und unsere Ohr sehr
                unterschiedlich berühren.

                ... kann meinen:
                wir sollen das Leben, die
                Menschen und Dinge nicht
                noch komplizierter machen,
                als sie ohnehin schon sind.

                ... will raten:
                nicht primitiv und billig leben,
                sondern schlicht und echt,
                achtsam und aufmerksam,
                ehrlich und stimmig.

                ... möchte sagen:
                sei einfach du,
                sei einfach da,
                lebe einfach,
                bete einfach.

                                                               Paul Weismantel    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 ADVENT 2009


Advent 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

OKTOBER

Es ist noch früh und ich genieße die Ruhe, das funkelnde Morgenlicht eines verheißungsvollen Tages und die bunten Herbstfarben. Mein Herz ist auf Dank gestimmt. Das passt zum Thema dieses Monats und zu den kleinen Impulsen für ein dankbares Leben, die Friedhelm Geiß formuliert hat:

Erntedank

Sag doch einfach mal „Danke“ - und du siehst mit neuen Augen.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und du lernst wieder staunen über Kleinigkeiten.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und der Konkurrenzkampf hat ein Ende.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und die Rechthaberei verstummt.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und die schlechten Gedanken verkümmern.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und die Atmosphäre wird spürbar besser.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und du lernst, was glauben bedeutet.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und du durchbrichst die Selbstverständlichkeit.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und du findest wieder einen Zugang zu Menschen.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und du kannst wieder aufatmen.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und du entdeckst einen Schatz.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und die Gesichter werden fröhlicher.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und lass dich beschenken.

Sag doch einfach mal „Danke“ - und denk nicht: Wie muss ich's vergelten?

Sag doch einfach mal „Danke“ - zu einem Menschen.

Sag doch einfach mal „Danke“ - zu Gott.

Sag doch einfach mal „Danke“ - sag's doch!!

 

Am Erntedankfest 2009

Ihr Pfr. Robert Heßberger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AUGUST

 

Schöne Ferien

 

Liebe Gemeinde, 

 

fühlen Sie sich „reif für die Insel“? Oder zieht es Sie in „höhere Gefilde“? Egal, ob Meer oder Gebirge: Die meisten von uns werden in diesen Wochen in den langer-sehnten Urlaub aufbrechen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich in der schönsten Zeit des Jahres gut erholen. Dabei dürfen Sie sogar ein gutes Gewissen haben. Denn Pause machen und Nichtstun gehören zu den klassischen Formen spirituellen Lebens.

 

 

 

Auf ein guterholtes Wiedersehen freut sich, auch im Namen des Seelsorgeteams

 

Ihr Robert Heßberger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


PFINGSTEN

 
Pfingsten 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preiset den Geist der die Lüfte erfüllt,

der wie ein sturmwind die Erde umwittert,

Lebendes wandelt und Totes erschüttert

und die allmächtige Liebe enthüllt.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

MAI

 
(Maienkönigin2.jpg; 60 kB)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maria, Maienkönigin,

Dich will der Mai begrüßen,

o, segne ihn mit holdem Sinn

und uns zu Deinen Füßen.

Maria, wir empfehlen Dir,

was grünt und blüht auf Erden;

o lass es eine Himmelszier

in Gottes Garten werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Das MISEREOR-Hungertuch 2009

 

Das Osterlicht – Unser Grund zur Hoffnung

 

Ostern 2009

 Während der Fastenzeit gehen wir auf Ostern zu. Die Osterkerze erleuchtet die Gesichter der Menschen. Beseelt von Christi Geist werden die Menschen das Antlitz der Erde erneuern und der Schöpfung Bruder und Schwester sein.

 

Wo sonst fänden wir Grund zu Hoffnung

in dieser selbstmöderischen Welt

wenn nicht in dir?

 

Woher sonst käme das Leuchten

auf unseren Gesichtern

wenn nicht von deinem Licht?

 

Für unsere Augen unsichtbar

bist du in unserer Mitte

wann immer wir miteinander

auf dem Weg sind

 

Unser Herz brennt            

Unsere Fragen werden zur Antwort

 

Beseelt von deinem Geist

werden wir

in deinem Namen

das Angesicht der Erde

erneuern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versöhnte Schöpfung

 

VertreterInnen aller Kontinente haben sich versammelt, ungeachtet aller Unterschiede: eine Europäerin, ein Lateinamerikaner, ein Asiat, ein Araber, eine Afrikanerin und ein afrikanischer Junge als Vertreter der kommenden Generationen, die ja auch Teil der Schöpfung sein werden und über deren Schicksal wir jetzt entscheiden.
Sie sind umgeben von einem grünen Garten, der an den ersten Garten Eden erinnert.
Hungertuch 6
Alle in der Versammlung halten etwas in ihren Händen, das mit den 7 Schöpfungstagen korrespondiert: eine Schale mit lebendigem Wasser, in dem ein Kabeljau schwimmt, einen Getreidehalm, einen fast ausgestorbenen tropischen Rotschnabeltoko, eine Öllampe als Symbol für Energieressourcen, eine rosa Blüten tragenden Afrikanische Teufelskralle, eine Pflanze, die zu medizinischen Zwecken gebraucht wird und ein Coburger Fuchsschaf, eine Rasse, die jetzt wieder nachgezüchtet wird.

Der Mensch ist selbst Teil der Schöpfung, seine Verfügungsgewalt ist begrenzt. Das verantwortliche Handeln für den Klimaschutz ist ein Zeugnis, wie Christen ihren Auftrag zur Bewahrung und Gestaltung der Schöpfung ernst nehmen. Die vorrangige Option für die Armen, Schwachen, Benachteiligten und Nichtbeteiligten ist ein Wesenskern des christlichen Glaubens. Deshalb ergreift die Kirche solidarisch Partei für Gottes Schöpfung und für die Opfer des Klimawandels, insbesondere für Arme, Alte, Kranke, Kinder, Ungeborene und die kommenden Generationen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Künstler 

 

Der nigerianische Künstler Tony Nwachukwu gestaltet das Hungertuch 2009.
Tony Nwachukwu ist 1959 in Enugu geboren und lebt heute in Owerri/Nigeria. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Der jüngste Sohn, Dabere, lieh dem Kind auf dem HT sein Gesicht.
In Owerri betreibt er eine Kunst-Galerie, in der er seine Werke zeigt. Er arbeitet viel mit Batiktechniken und stellt u.a. liturgische Gewänder her. In Süddeutschland und in Österreich hat er für einige Kirchen Kreuzwege gestaltet.
Seine Kunst kreist meist um religiöse Themen.Neben der Kunst gilt sein Interesse den Naturwissenschaften.
Er hat in Owerri ein Büro, in dem er seine Landsleute über die Möglichkeiten von Solarenergie berät. Den Strom für seine Familie gewinnt er mit Sonnenkollektoren.
Außerdem versucht er zur Zeit, die Heilpflanze Artemisia, die in China seit 2000 Jahren gegen Malaria eingesetzt wird, in Nigeria zu kultivieren.

 

                                                     
Tony 2                                          

Tony 1
           Tony 3    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Minute vor 12 – Wohin treibt die Welt?
Hungertuch3

Auf dieser Seite sehen wir eine düstere, fast apokalyptisch anmutende Szenerie: die Zerstörung unserer Welt ist bereits weit fortgeschritten. Alles ist in Unordnung: Das Land ist erodiert und ausgetrocknet, die Erde zerschunden und zerrissen, die Pflanzen biegen sich verdorrend zur Erde. Sie ernähren niemanden mehr. Die Meere und Flüsse steigen an, werden zu reißenden Fluten, die Menschen, Hütten und alles Leben mit sich reißen.
 Der Junge treibt neben Tierkadavern hilflos auf einem Giftfass durch die todbringende, verdreckte Flut. Das Kind mit den Zügen des 6-jährigen Sohns des Künstlers, schaut uns an, bittet um Hilfe. Im Hintergrund scheint der Boden höllengleich zu glühen, Erde und Wälder stehen in Flammen. Industrieschlote verpesten die Luft in zahlreichen Regionen der Erde und drohen die Schöpfung zu zerstören.

 

Guter Gott

Du hast die Welt geschaffen

und alles, was da lebt.

 

Deine gute Schöpfung

hast Du uns anvertraut.

Nicht ausbeuten sollen wir sie,

sondern bewahren.

 

Dein Schöpfergeist

will alle Völker versammeln

um das Licht Deines auferstandenen Sohnes.

Er will Hoffnung und Leben aller sein -

auch der künftigen Generationen.

 

 

 

Schöpfung

 Und Gott sprach – Schöpfung durch Geist und Wort

Oben im Bild ist die Schöpfung durch Wort und Geist: Gott schafft die Welt mit allem, was lebt (Gen 1: »Und Gott sprach«). Als Christen glauben wir, dass Gott die Erde geschaffen hat, wie es die biblische Schöpfungserzählung überliefert: »Gott sah alles an, was er gemacht hatte: es war sehr gut.«
Die Schriftrolle entfaltet die Geschichte Gottes mit den Menschen und lässt uns die Schöpfung neu lesen. Mit der Rolle wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Dem wüsten und wirren Chaos steht eine göttliche Ordnung von Licht und Dunkel, Erde und Wasser, Vögeln, Fischen, Landtieren, Tages- und Jahresläufen, Arbeits- und Ruhezeiten gegenüber. Die Hand Gottes lässt die toten Gebeine zu neuem Leben ergrünen (vgl. Ez 37).


 

 

 

 

 

 Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können

Hungertuch 2009

 Der globale Klimawandel ist bereits Realität. Wir spüren seine Auswirkungen buchstäblich am eigenen Leib: Hitze und Dürre, Stürme und Starkniederschläge, Gletscherrückgang und Überschwemmungen, Ernteausfälle und Ausbreitung von Krankheiten. Als diejenigen, denen die Schöpfung als Leihgabe von Gott anvertraut worden ist, tragen wir Menschen Verantwortung für sie. Das Misereor-Hungertuch 2009 lädt sie ein, sich während der Zeit des Fastens und der Besinnung zwischen Aschermittwoch und Ostern mit dieser Verantwortung auseinander zusetzen.

http://www.misereor.de/aktionen-kampagnen/hungertuch.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ASCHERMITTWOCH / FASTENZEIT

 
Aschenkreuz

Jetzt ist die Zeit, Luft zu holen.

 

Jetzt beginnen die Wochen des

Ich lasse mich in den kommenden

Wochen bewusst darauf ein.

 

Jeden Tag neu.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NEUJAHR 2009

 

 Liebe Mitchristen,

 

 in diesen Tagen „Zwischen den Jahren“ blicken wir zurück und nach vorne.

 Auf was können wir zurückblicken –
 persönlich und familiär, in Stadt und Gemeinde, in Kirche und Staat?

Mit welchen Aussichten starten wir ins Neue Jahr?

Unsere Pfarreiengemeinschaft „Maria Frieden“ beginnt Leben
Pfarreiengemeinschaft Maria Frieden
anzunehmen.

Es ist das Verdienst unserer zahlreichen aktiven Mitglieder, die sichehrenamtlich einbringen und mitbauen an einem lebendigen Gemeindegeschehen, dass wir dem kommenden Jahr zuversichtlich entgegensehen können.

Dafür danken wir Gott und Ihnen allen in unseren Gottesdiensten zum Jahreswechsel, zu denen wir herzlich einladen.

 Dank für das Vergangene – Hoffnung für das Zukünftige.
 An Silvester werden wir wieder eine Türe schließen und eine neue Türe öffnen.Wir blicken zurück, ziehen Bilanz, aber wir schauen auch nach vorne.
 Gott hat am ersten Weihnachten einen Neuanfang mit den Menschen gemacht - in der Menschwerdung seines Sohnes.

 

Seitdem hat eine neue Heilzeit für uns Christen begonnen.

 

Einen guten Jahreswechsel und reichen Segen im Neuen Jahr 2009 seit Christi Geburt wünsche ich Ihnen im Namen des Seelsorgeteams   

 

Pfr. Robert Heßberger

 



WEIHNACHTEN 2008

 

Weihnachtskrippe in St. Peter und Paul, Aschaffenburg-Obernau
Weihnachtskrippe in St. Peter und Paul, Aschaffenburg-Obernau
 Stille Nacht

Das Volk, das im Dunkel lebt,

sieht ein helles Licht. (Jes. 9,1 a)

Die Nacht ist die Zeit der Stille, der Sammlung.

Still muss ich werden, gesammelt, offen.

Jener, der zu mir kommen will, will mein Heiland, mein Retter sein.

Rühmen und Preisen

Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das,

was sie gehört und gesehen hatten (Lk. 2,20a))

Dir Hirten sind die Armen, ihre Hände sind offen, leer.

Darum können sie auch den Neugeborenen aufnehmen.

Wer Gott in sich aufgenommen hat, der kann nur noch Gott rühmen und preisen.

Das Lob Gottes strömt aus ihm heraus.

 

Ganz nah ist GOTT uns Menschen. Wie vieles in der Nähe von uns, nehmen wir IHN nicht wahr. Jetzt, in der Zeit des Advent und an Weihnachten, kann ich auf Entdeckungsreise gehen. Mich aufmachen, IHN zu finden. Von IHM bin ich bereits gefunden. In mir ist ER - Finde ich IHN.

 

In mir...

... kann Weihnachten werden,

... kann ER Mensch werden.

 

Es kommt auf mich an. GOTT lässt sich finden.

 

Dass auch SIE das helle Licht sehen und wie die Hirten das Mensch-gewordene Wort rühmen und anbeten dürfen, ist unser Wunsch zum Weihnachtsfest 2008.

 

Für das Seelsorgeteam

Pfr. Robert Heßberger

 

 

 

 

ADVENT

 

 

Ich möchte

 

Umkehren möchte ich in den

kommenden Tages des Advents

aus meinen falschen Vorstellungen,

aus meiner Halb- und Hartherzigkeit,
Advent

aus meiner nachlässigen Achtsamkeit,

aus meinem oberflächlichen Beten.

 

Einkehren möchte ich in den

kommenden Tagen des Advents

in die Mitte meines Lebens,

in die Stille meines Herzens,

in die Tiefe meiner Seele,

in die Gegenwart Gottes.

 

Bekehren möchte ich mich in den

kommenden Tagen des Advents

zu mehr gelebter Wachsamkeit,

zum größeren Vertrauen auf ihn,

zur Vorfreude auf sein Kommen,

zum wahren Gott meines Lebens.

 

                                                Paul Weismantel

                                                Advent 2008

 

 

 

 

NOVEMBER

 

Betrachtungen zum Christkönigsfest

Mit dem heutigen Christkönigssonntag geht das Kirchenjahr zu Ende: Wenn wir das Wort König hören, so tauchen vor uns die Bilder seiner Würde auf – wie die Krone, das Zepter, sein prunkvoller Königmantel, Schloss und Dienerschaft.

Unser Altarbild, das wir im folgenden betrachten wollen, zeigt einen anderen König: Schauen wir das Altarbild in einzelnen Schritten an.

Die Steine zunächst: Das Mosaik des Altarbildes setzt sich aus Marmor- und Edelsteinen, so vor allem den Onyx zusammen: Der Onyx ist ein Edelstein, ein Chalzedonit, benannt nach einer Handelsstadt am Bosporus. Dieser Stein findet in der Geheimen Offenbarung besondere Erwähnung, die auch für die Deutung des Altarbildes relevant ist: Er ist nämlich einer der zwölf Steine, aus denen die Fundamente des Himmlischen Jerusalem am Ende der Zeiten bestehen.

Wir lesen im 21. Kapitel der Apokalypse: „Die Grundsteine der Stadtmauer sind mit edlen Steinen aller Art geschmückt ... der dritte ist ein Chalzedon.“

Dieser Chalzedon war zugleich einer der Steine, den der Hohepriester als Zeichen seiner Würde auf seinem Obergewand trug.

Die Wahl des Steines also sagt und: Vor dem Betrachter erhebt sich der Hoheprieser der Endzeit.
Altarbild2

Schauen wir das Bild noch genauer an:

Christus, im reifen Mannesalter und in ein weißes Priestergewand gekleidet, wendet sich der Gemeinde zu. In der von uns aus gesehen rechten, zu einer Schale geformten Hand, trägt er das mit Steinen verzierte Buch des Lebens, in das jeder einzelne von uns eingeschrieben ist.

Seine Linke weist in einem entschiedenen Gestus auf die Apostel und Patrone unserer Kirchengemeinde – Petrus und Paulus. Um sein Haupt trägt er einen durchkreuzten Heiligenschein, der sich von seinem Mund ausgehend spiralförmig entfaltet. Seine Füße sind teils beschuht, teils nackt. Den Raum unter seinen Füßen nehmen die vier lebenden Wesen aus der Geheimen Offenbarung ein: - der Adler, Symboltier des Evangelisten Johannes blickt in Richtung der beiden Apostel. Löwe, Stier und Menschengesicht schauen zur Gemeinde.

Die Linke Christi, geradlinig aus der Seitenwunde Christi kommend, durchstößt ein Gewebe, ein Tuch, das noch nicht zu Ende gewoben zu sein scheint und verweist auf einen Torbogen, in den ein Engelflügel hineinragt.

Die beiden Apostel selbst, bereits betagt, mit einem Ober- und Untergewand bekleidet, Schuhe an den Füßen, blicken Christus an.

Petrus trägt in seiner Rechten einen fast urbildhaft gezeichneten Schüssel, die Linke ist zu einem Sprechgestus erhoben.

Den Völkerapostel Paulus kennzeichnen Evangelium und Märtyrerschwert, dessen Spitze am Fuß des Apostels endet. Beide stehen scheinbar auf einer Wasserfläche, aus der ein Fisch herausragt.

Das Bild endet mit der Andeutung eines Bootes.

Welche Deutung können wir nun diesem Bild geben?

Zeit und Ewigkeit fließen in diesem Meditationsbild zusammen.

Die Ewigkeit: Christus thront im Himmel, umgeben von einem Chor von Engeln, angedeutet in den verschiedenartig gestalteten Schwingen. Der Betrachter kennt ihr immerwährendes Lied aus dem Sanktus der Heiligen Messe: Heilig,heilig,heilig...“(Apk 4,8)

Und die Zeit: Das Christusbild, das die Künstlerin Sr. Michael Kroemer zeichnet, ist das des menschgewordenen am Kreuz gestorbenen Erlösers (siehe seinen Heiligenschein) und zugleich des kosmischen Christus (z.B. im Bild der vier lebenden Wesen zu seinen Füßen).

Auffallend ist sein unterschiedliche Fußbedeckung. Nichtbeschuht und beschuht bedeutet: Er tritt mit seinem Vater und mit den irdischen Kräften in Verbindung, um „damit sämtliche Kräfte zu Hilfe zu rufen“. So ist er Mittler zwischen Gott und Mensch, der neue Hohepriester, der mit den Menschen gelitten und „den Himmel durchschritten hat.“(Hebr 4,14)

Zugleich ist er der zeitlose kosmische Christus, der das Buch des Lebens in Händen hält. Von ihm, Christus, singen die Engel in der Geheimen Offenbarung: Ihm der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm, gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. Amen“ (Apk 5,13) und die vier Lebewesen stimmen mit ein: „Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen“ (Apk 7,11)

Diesem vorrangig zeitlosen Aspekt im Altarbild, wie ihn die Apokalypse schildert, steht die historische Berufung der Jünger beispielsweise im Markusevangelium gegenüber.

Im ersten Kapitel beruft Jesus Simon Petrus und Andreas am See von Tiberias mit den Worten „Kommt her, folgt mir nach“ (Mk 1,16) und im sechsten Kapitel dieses Evangeliums sendet Jesus dann seine Jünger aus „jeweils zwei zusammen“ mit der Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben. (Mk 6,7)

Das Wasser auf dem unsere beiden Apostel stehen, bedeutet das Wasser der Taufe, aus dem wir Christen selbst wiedergeboren sind „aus Wasser und Geist“ zum Aufbau seines Reiches und er Kirche.

Ganz in der Tradition der frühen Kirche führt das Bild zudem das bedeutendste Ereignis im Leben des Petrus vor Augen: die Übergabe der Schlüsselgewalt an ihn. Petrus hat bei Caesarea Philippi feierlich Jesus als Sohn Gottes bekannt, so dass Christus zu ihm die Worte sprach: „Selig bist du, Simon, Sohn des Jonas: Denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater der im Himmel ist.“ Damit hat Jesus, der wahre Grund- und Eckstein der Kirche, auch Petrus zum Felsenfundament gemacht.

Neben ihm steht der Völkerapostel Paulus, der damals noch nicht Apostel war, aber den Vorrang des Petrus rückhaltlos anerkannt hat.

So überlagern sich in diesem Bild, wie es auch in einer Meditation geschieht, verschiedene Schichten, Deutungs- und Zeitebenen übereinander.

Christus ist Hoherpriester in Ewigkeit. Aber – er sitzt auf keinem herrschaftlichen Thron, er triumphiert nicht, er erniedrigt nicht, sondern er ist da – als Gekreuzigter, der das Leid und den Tod kennt, er ist einer, der mit den Menschen unseres Ortes, unserer Landschaft und unseres Landes ist, um ihnen Weisung zu geben, ihnen Mut zu machen, sie aufzufordern und einzuladen, ihr Leben in allen Höhen und Tiefen anzupacken und für die Wahrheit Zeugnis zu geben.

Das Obernauer Christusbild möchte uns verdeutlichen: Christus ist kein Märchenkönig und kein Triumphator – er ist ein König für die Menschen und sein Wort der Nachfolge in seinem Namen und in seinen Dienst richtet sich bis heute an jeden einzelnen Christen in Obernau.

Das Licht über dem Altarbild

Die Ostwand der Kirche ist ohne Fenster: Das Fenster ist der Erlöser Jesus Christus selbst, mit seinen Engeln, Boten und allen Menschen guten Willens.

Das Nordfenster hingegen ist als großflächiges von viel Licht durchbrochenes Wabenfenster gestaltet.

Zur Pfingstzeit, aber vor allem in den Sommermonaten zur Zeit des Abendgottesdienstes fällt das Licht der untergehenden Sonne zuerst in spärlichen Lichtflecken, dann in Überfülle in den Altarraum und überdeckt fortschreitend wie mit Zungen aus Feuer das ganze Altarbild.

Am beeindruckendsten aber ist wohl der Weg des Lichtes über dem blauen Westfenster: Zur Weihnachtszeit, wenn der Sonnenball im tiefsten Punkt des Jahres die Erde mit nur wenigen Strahlen berührt, fällt am frühen Nachmittag das Licht des Westfensters auf die Altarwand und umrahmt in einem leuchtend blauen Band unser Altarbild. Die Aussage zu diesem Zeitpunkt des Jahres ist offenkundig: Christus, der Retter, der ersehnte „neue Sonne der Gerechtigkeit“ ist uns Menschen erschienen.

Die Verheißungen haben sich mit Jesu Geburt erfüllt. Kommt lasset uns anbeten.

 

 

Peter Spielmann

2003 

 

Altarbild3

 

 

 

Das letzte Stück

- die letzte Wegstrecke muss jeder alleine gehen

 

Bergsteigen war das liebste Hobby von Herrn und Frau Gruber. Unzählige Gipfel hatten sie schon gemeinsam bestiegen. Meist gingen sie angeregt plaudernd nebeneinander, bis der Weg so eng wurde, dass sie zu zweit nicht mehr vorwärts kamen. War eine Wegstrecke besonders schwierig, ermunterten sie sich gegenseitig, bis sie es geschafft hatten. Das letzte Stück des Weges ging Frau Gruber meistens alleine vor, während Herr Gruber ihr in seinem Tempo folgte. Am Zielpunkt erwartete Frau Gruber dann ihren Mann, um mit ihm gemeinsam die schöne Aussicht zu genießen.

 

Berggipfel

Im letzten Jahr war Frau Gruber krank geworden. Als der Arzt ihr die Diagnose mitteilte, war die neurologische Erkrankung bereits im fortgeschrittenen Stadium. Herr Gruber war rührend um seine Frau besorgt. Trotz der schlechten Prognose hoffte er auf ein Wunder. Aber seiner Frau ging es von Tag zu Tag schlechter. Schließlich lag Frau Gruber pflegebedürftig im Bett und ihr Tod rückte näher. Herr Gruber saß meist bei ihr und hielt ihre Hand. Eines Tages konnte er ihr Leiden nicht mehr mit ansehen. Schluchzend stammelte er: „Ich würde dir so gerne helfen. Gibt es irgendetwas, das es dir leichter machen würde?“ „ Hol mir das dicke Wanderbuch“, flüsterte Frau Gruber. Liebevoll drückte Herr Gruber ihre Hand und machte sich sogleich auf die Suche nach dem Gewünschten. Er musste lange suchen, denn das Buch stand nicht an seinem üblichen Platz. Schließlich fand er es ganz hinten im Regal und ging zu seiner Frau zurück. Doch als er in ihr Zimmer kam, war es ganz still. Friedlich lag Frau Gruber im Bett. Sie war tot.

 

Verzweifelt sank Herr Gruber in sich zusammen. Weinend stammelte er: „Wir haben immer alles gemeinsam gemacht. Aber gerade zu dem Zeitpunkt, wo es für dich wahrscheinlich am schwersten war, habe ich dich alleine gelassen. Ich war nicht da, um dir beim Sterben beizustehen. Das verzeihe ich mir nie.“ Da rutschte ihm das dicke Wanderbuch aus der Hand und ein loser Zettel fiel auf den Boden. Erstaunt stellte Herr Gruber fest, dass seine Frau ihm eine Botschaft hinterlassen hatte. Auf den Zettel hatte Frau Gruber Folgendes geschrieben: Denk an unsere Berge! Du weißt doch: Das letzte Stück ist immer das schwerste. Diese Wegstrecke muss jeder alleine gehen. Wenn du das liest, bin ich wahrscheinlich schon am Ziel angekommen. Auch du wirst eines Tages den Weg dorthin finden. Ich verspreche dir, dass ich dort auf dich warten werde.