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Pfarrbeauftragte verlässt ObernauKirche: Karin Farrenkopf-Parraga wird Gemeindereferentin in Stockstadt - Elf Jahre wirkte sie in St. Peter-und-PaulAschaffenburg In Obernau wird am 25, Juli zum vorerst letzten Mal eine Frau die Besucher zum katholischen Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche begrüßen: Karin Farrenkopf-Parraga beendet ihren Dienst als Pfarrbeauftragte in der St. Peter-und-Paul-Gemeinde. Sie wechselt nach ihrem Jahresurlaub zum 1. September als Gemeindereferentin zur Stockstädter Pfarrgemeinde »Maria Rosenkranzkönigin«. Vorbild Josef Otter
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| Verlässt Obernau und geht nach Stockstadt: Karin Farrenkopf-Parraga Foto: Ernst Bäppler |
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Elf Jahre lang wirkte die in Haibach geborene und in Leider aufgewachsene Frau in der Pfarrei. Bevor sie innerhalb eines neu gebildeten Seelsorgeteams zur »Pfarrbeauftragten« für Obernau bestellt wurde, unterstützte sie Pfarrer Ulrich Debler zwei Jahre lang als Gemeindereferentin. Mit Ehemann Nestor und den beiden heute 14 und 11 Jahre alten Kindern wohnte sie neun Jahre lang im Obernauer Pfarrhaus. Ihren Ehemann hatte sie aus Übersee mitgebracht. Dort wirkte Karin Farrenkopf-Parraga von 1989 bis 1999 als Gemeindereferentin in einer Vorstadtgemeinde der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Nach dem Theologiestudium in Freiburg im Breisgau hatte Farrenkopf-Parraga ihre Praktikumsjahre am Untermain absolviert. Beeinflusst vom Vorbild des inzwischen verstorbenen Mainaschaffer Pfarrers Josef Otter keimte in ihr der Wunsch, sich die ersten beruflichen Sporen »draußen in der Welt« zu verdienen. Der frühere Würzburger Bischof Paul-Werner Scheele erfüllte ihn ihr: Als einzige Gemeindereferentin ihres Jahrgangs in der Diözese erhielt sie das Flugticket zur Dienstreise nach Lateinamerika. Zur Gemeinde ihres früheren priesterlichen Mentors Padre Lauren bestehen noch heute enge Kontakte. Die Gläubigen der Obermauer Pfarrei unterstützen seine sozialen Projekte regelmäßig. Nur Wortgottesdienste Als Pfarrbeauftragte durfte Karin Farrenkopf-Parraga nur Wortgottesdienste halten. Trotzdem fühlte sie sich wegen ihres Geschlechts nicht zurückgesetzt: Dem Bistum Würzburg ist sie dankbar, dass es ihr bisher immer möglich gewesen sei, »als Frau in der katholischen Kirche Verantwortung zu übernehmen«. Vorbehalte habe sie als »erste Anlaufstelle« und Begleiterin der zahlreichen Gruppen und Arbeitskreise in der Obernauer Pfarrei niemals gespürt. Und auch mit den jeweiligen Mitgliedern des Seelsorgeteams, den Pfarrgemeinderäten und der Kirchenverwaltung sei die Zusammenarbeit stets harmonisch und vertrauensvoll verlaufen, betont Farrenkopf-Parraga Abschied am 25. Juli Für den Pfarrgemeinderat hebt Udo Breitenbach als besonderen Höhepunkt in der Zusammenarbeit mit der Pfarrbeauftragten die Woche vor dem Weltjugendtreffen 2005 hervor. Vier Dutzend junge Ecuadorianer wohnten seinerzeit bei Obernauer Gastfamilien und hätten den Stadtteil, so Breitenbach, »in ein regelrechtes Ecuador-Fieber« versetzt. Die evangelische Pfarrerin Ulrike Gitter ist der scheidenden Pfarrbeauftragten »dankbar für das offene und unkomplizierte ökumenische Miteinander in Obernau«. Die Obernauer Pfarrgemeinde wird sich am Sonntag, 25. Juli, ab 10 Uhr von Karin Farrenkopf-Parraga verabschieden. Dem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul folgt ein geselliges Beisammensein im Pfarrsaal. Ernst Bäppler (MAIN-ECHO - JAHRGANG 2010/NR.164 Dienstag 20. Juli 2010 S.16) Hintergrund: Wie es in Obernau weiter geht Wie geht es nach dem Fortgang der katholischen Pfarrbeauftragten Karin Farrenkopf-Parraga in Obernau weiter? Fest steht, dass die Pfarreiengemeinschaft »Maria Frieden«, zu der Obernau gehört, im Spätherbst mit dem in den Ruhestand gehenden Pfarrer Robert Heßberger eine weitere Kraft verliert. Seine Stelle ist ausgeschrieben, eine längere Vakanz aber unvermeidlich. An den Wechsel im priesterlichen Dienst und an immer wieder neue Amtsbezeichnungen hat sich die Obernauer Gemeinde gewöhnt: Nach dem Weggang von Pfarrer Debler im Jahr 2001 war der frühere Stiftspfarrer Jürgen Vorndran »Pfarradministrator« und bildete danach als »priesterlicher Moderator« mit Pfarrer Edwin Bauer und Vikar Peter Göttke das geistliche Triumvirat des Seelsorgeteams. Von 2005 bis 2008 lag die Verantwortung in den Händen des Nilkheimer Pfarrers Wolfgang Kempf als »Pfarradministrator«. Ihm folgte als »leitender Pfarrer« Robert Heßberger aus Schweinheim. Bis zur Neubesetzung seiner Pfarrstelle wird Markus Krauth, der »koordinierende Pfarrer« der Pfarreiengemeinschaft »Maria Frieden«, als »Pfarrverweser« für Obernau verantwortlich sein und das aus Diakon Bernhard Ewald und dem nigerianischen Pater Judas Thaddäus Okocha (»mitarbeitender Priester«) bestehende Seelsorgeteam begleiten. Unabhängig davon wird im August wie jedes Jahr der polnische Gastpriester Pjotr Gottesdienste in Obernau halten. (eb)
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