Pfarrei Obernau

Aschaffenburg-Obernau – Trost und Erinnerung seien die Schlüsselwörter für das Totengedenken, so Oberbürgermeister Klaus Herzog in seiner Ansprache auf dem Obernauer Waldfriedhof. Am Samstag gedachten die Katholiken auf allen städtischen Friedhöfen in Feierstunden ihrer verstorbenen Angehörigen.

So auch in Obernau, wo Diakon Bernhard Ewald die Feier zusammen mit Oberbürgermeister Klaus Herzog abhielt; musikalisch gestaltet wurde sie von der Melomania Obernau.
»Weine nicht - das sagt sich so einfach. Wer selbst schon einmal getrauert hat, weiß wie schwierig es ist, Trost zu finden« betonte Oberbürgermeister Herzog. Ganz langsam nur schleiche sich in die Trauer auch ein Stück Zuversicht. Denn Trauer sei nicht nur passiv oder resignativ.
Erinnerung ist wichtig
Man müsse sie vielmehr begreifen als Anregung zum eigenen Handeln und als motivierende Kraft. Dies gelte für den Trauernden ebenso wie für den Tröstenden. Aus diesem Grund sei die Erinnerung so wichtig.
Gerade im November, wenn in ganz Deutschland der Toten gedacht wird und die Menschen die Gräber ihrer Angehörigen besuchten, würden Erinnerungen wach. Manchmal seien dies bedrückende Erinnerungen, häufig aber auch schöne Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes.
In diesem Jahr gedenke man des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Die Millionen Kriegsopfer - auch des Zweiten Weltkriegs - dürften nicht in Vergessenheit geraten, auch wenn die unmittelbaren Zeitzeugen immer weniger würden. Angesichts der Flüchtlingsströme, der Kriege und Auseinandersetzungen in der Ukraine, in Syrien und im Irak sollten sich die Menschen täglich bewusst machen, wie wichtig Friedensarbeit ist, so Herzog.
Das Fest Allerheiligen wird jedes Jahr am 1. November begangen und ist ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche. An Allerheiligen wird aller Heiligen gedacht, auch solcher, die nicht heilig gesprochen wurden. Das Fest wurde schon vor vielen Jahrhunderten eingeführt, da es nicht möglich war, jeden Heiligen an einem besonderen Tag zu feiern.
Ralf Hettler

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