Pfarrei Obernau

Religiöser Impuls – Viele werden sich fragen: Anbeten? Wer der Sache näher kommen will, frage sich: Vor wem gehe ich in die Knie? - Vor welchen Autoritäten und Instanzen beuge ich mich? Vor den „Herrgöttern“ in Weiß oder Schwarz, vor Filmdiven oder Literaturaposteln, Parteibossen oder Wirtschaftsmagnaten? Heute wird vieles „angebetet“: Fortschritt, Macht, Leistung, Power... „Worauf du nun dein Herz hängest und verlässest, das ist eigentlich dein Gott!“, sagt Martin Luther in der Auslegung des ersten Gebotes.

 

Anbetung lebt davon, dass wir anerkennen: Gott ist Gott und der Mensch ist Mensch und nicht Gott. Anbetung ist „der Tiefgang des Glaubens“, sagt Bischof em. Kamphaus; wir knien, bücken uns, kommen auf den Grund. Verliert man dabei sein Rückgrat? Nur wer ein Rückgrat hat, kann sich bücken. Pater Alfred Delp sagt: „Brot ist wichtig, die Freiheit ist wichtiger, am wichtigsten aber - die ungebrochene Treue und die unverratene Anbetung!“

Der 8. Juni ist seit Alters in Obernau der „Tag des Ewigen Gebetes“. Da ist die ganze Gemeinde eingeladen, in den Gebetsstunden sich in der Pfarrkirche einzufinden und dem Herrn im Sakrament die Ehre zu erweisen. Wie nehmen uns wenigstens eine Stunde Zeit für den Herrn. Die Gebetsstunden sind reduziert: von 14 -19 Uhr (wobei um18 Uhr der Abschluss-Gottesdienst mit festlichem TE DEUM und Sakramentalem Segen gefeiert wird). Für die berufstätigen Christen ist immerhin um18 Uhr Zeit für die Mitfeier des Gottesdienstes. Herzliche Einladung!

Für das Seelsorgeteam
Erhard Kroth

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