Pfarrei Obernau

Religiöser Impuls – Papst Franziskus fordert uns immer wieder auf, für den Frieden zu beten. Doch wenn man in die Welt schaut mir ihrer Gewalttätigkeit, ihren Terror und ihren Kriegen, scheint das sinnlos und verschenkte Zeit. Warum sollen wir auf den Papst hören? Und was bringen die Friedensgebete?

            Das ist eine gute Frage. Wer an Gott glaubt, wird sie direkt an ihn richten: „Warum hörst du uns nicht?“ Die Welt um uns herum ist voller Verzweiflung und Not. Es ist unmenschlich, wie viele Menschen vertrieben wurden/werden, wie viele ihre Heimat verloren haben und in Flüchtlingslagern „hausen“ müssen, wie viele um ihres Glaubens willen umgebracht werden.

Wir sind müde. Doch die Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung ist nicht geringer geworden. Die Toten auf den Straßen, die Frauen und Kinder in ihrer Verzweiflung lassen uns tiefes Mitleid verspüren, vielleicht auch Wut und Frustration. Aber wir hören nicht auf zu beten.

Die Hl. Schrift sagt, dass das Gebet vom Herzen kommt. Das Herz nimmt Anteil daran, was um uns herum geschieht. Ja man könnte sagen: Im Gebet drückt sich Gottes Sehnsucht nach uns aus. Das Gebet ist „Gottes Initiative in uns“.  So schreibt der katholische Katechismus (Nr. 2560) „Ob wir es wissen oder nicht, im Gebet begegnet der Durst Gottes unserem Durst. Gott dürstet danach, dass wir nach ihm dürsten.“  Das heißt doch: Dass unser Gebet um Frieden Ausdruck von Gottes Friedenssehnsucht ist, die in uns wirkt. Unser Gebet gibt darauf Antwort.

Deshalb beten wir weiter, weil wir im Gebet verbunden sind mit der Sehnsucht Gottes nach Frieden. Das Gebet kann in uns die Kraft wecken, uns für den Frieden einzusetzen, die Leidenden in unserem Land aufzunehmen, ihnen in Liebe zu begegnen. So werden wir selber zu Friedenstiftern. Deshalb: Beten Sie mit, helfen Sie mit, gehen Sie mit - jeden Sonntag um 17 Uhr an „Maria Frieden“.

Für das Seelsorgeteam
Erhard Kroth

Übrigens...
…   ist die „Kirche der an Christus Glaubenden kein Wohlfühl-Club, keine Sekte für Glücksgefühle dicht an dicht. Sie besteht aus einer bunten Fülle verschiedenster Charaktere und Geschmäcker. Auch im Glauben reicht Verlässlichkeit, Ernsthaftigkeit, braucht es Professionalität. Wir müssen nicht immer 'gemeinsam' glauben, oft genug reicht ein Miteinander, notfalls auch Nebeneinander-Glauben. Solch realistisches Christsein muss keineswegs das schlechteste sein.“ 

aus: Christ in der Gegenwart

… ist RENOVABIS das osteuropäische Hilfswerk der Katholischen Kirche an Pfingsten. Es hilft bei der pastoralen, sozialen Erneuerung der Länder in Ost- und Südosteuropa. 2015 stehen vor allem Menschen am Rande im Mittelpunkt. Deshalb der Leitspruch: „An die Ränder gehen“ (Papst Franziskus). Sie können Ihre Spende noch nach reichen.

Danksagung  
Zu meinem Geburtstag haben viele Mitchristen und Obernauer Vereine
einen herzlichen Glückwunsch ausgesprochen. Ich kann sie nicht alle
persönlich beantworten.
Deshalb sage ich auf diesem Weg ein ganz herzliches Dankeschön, vor
allem dem Helferkreis für seinen selbstlosen Dienst rund um den
Mittagstisch!  Auch für die vielen Spenden (ca. 3200 €), die ich gewissenhaft
weiterleite, sage ich Danke. 

Mit herzlichen Grüßen
Erhard Kroth, Pfarrer



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