Pfarrei Obernau

Religiöser Impuls – seit vielen Jahren schon gibt es in Deutschland die 'Woche für das Leben', die von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gemeinsam getragen wird. Sie will einen Beitrag leisten für die Bewusstseinsbildung über den Wert und die Würde des menschlichen Lebens - in diesem Jahr vom 18.-25.April.

Zu diesem Thema heute ein paar Gedanken:

 

Befragt man Menschen nach ihren Ängsten für die Zukunft, so steht regelmäßig die Sorge davor, im Alter ein Pflegefall zu werden, weit vorn auf der Liste. Sie fragen sich, ob sie zur Last für die Angehörigen werden. Nicht zuletzt ist damit auch eine große Angst vor langem Schmerz verbunden. Für viele ist es auch die Angst vor einem menschenunwürdigen Sterben.

Das Thema „Sterben in Würde“ ist zu einem Diskussionsthema geworden. Die christlichen Kirchen plädieren für eine Sterbebegleitung, die das Leiden nicht um jeden Preis verlängern will (passive Sterbehilfe). Wichtig bei diesen Überlegungen ist der Wille des Patienten, der selbst über die Zustimmung oder Ablehnung der Behandlung entscheidet. In einer „Patientenverfügung“ kann er seinen Willen auch schriftlich festhalten..

Sterbebegleitung heißt auch, den Sterbeprozess möglichst erträglich zu gestalten. Hier leistet die Palliativversorgung einen unschätzbaren Dienst. Sie zielt auf eine umfassende Betreuung der schwerstkranken Menschen in mediz., pflegerischer und spiritueller (seelsorgerlichen) Hinsicht.  Eine christliche Sicht des Menschen umfasst den ganzen Entwurf eines Lebens - geborgen in der Hand des guten Gottes, nicht allein gelassen in Krankheit und Schmerz und in der Hoffnung einer Auferstehung von den Toten.

Für das Seelsorgeteam:
Erhard Kroth

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